Skulptur

In allen Bereichen meines Schaffens ist mein Hauptthema der Mensch.
   Deshalb ist meine Neigung zur Bildhauerei symptomatisch, denn ihr Hauptthema ist die Darstellung des Menschen.
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Selbst als Malerin ist mein Blick der einer Bildhauerin. Ich denke in konkaven und konvexen Formen, meine Gedanken kreisen um den negativen Um-Raum als Gestaltungsmittel und bin dreidimensional nur in der Lage, abtragend zu arbeiten, sei es in Holz oder Stein.
Meine bevorzugten Werkstoffe sind eben diese, und die Proportionen meiner Arbeiten sind leicht über-lebensgroß.


Land Art – Naturraum wird Kunstraum

Projekt Schlafende Erde

   Um mich den Prozessen des Lebens – des Werdens und Vergehens – anzunähern, wählte ich die Natur als Kunstraum. Getreu meiner Auffassung mit einem minimalen Eingriff ins Bestehende System eine maximale Wirkung zu erzielen, habe ich mich für die Umbettung des Erdreichs in eine weibliche Form entschieden.
   Die Natur bringt Leben hervor und lässt es in verschiedenen Wandlungsprozessen wieder vergehen. Ich überlasse die gestaltete Form der Natur. Der Betrachter kann ihre Veränderung durch Wetter, menschliche Eingriffe und Jahreszeiten verfolgen.
   Hier kann man Kunst nicht als Werkeproduktion, sondern als geistige Tat erleben.
   Kunst ist die geistige Tat, Wahrnehmungsportale zu öffnen.
   So, dass wir scheinbar Bekanntes mit neuen Augen sehen können.
 
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Objekte und Performance

Objekte


sind Kunstwerke, die sowohl malerisch-graphischen, als auch plastischen Charakter besitzen. Vorgefundene Gegenstände bearbeite ich in neuer Art und Weise, verfremde und kombiniere sie. Möglich sind Reihungen, Assemblagen, eventuell sogar begehbare Environments oder Architekturgebilde. Der Übergang zur Land Art und Performance ist fließend.

Relicario I  und Relicario II

1994 wurde ich von dem Sammler Günter Westermann gebeten, für seine Sammlung eine als Basisformat vorgegebene Holzbox zu bearbeiten. Auf diese Bitte hin entstanden 1995 die beiden Arbeiten Relicario I und Relicario II.

Relicario I

Bei Relicario I handelt es sich um die Füllung der Box mit in Ambra getränktem Bütten. Die verschließende Metacrylatplatte ist mit einer „Riechecke“ versehen, um dem Betrachter einen Zugang zu verschaffen. Die Arbeit ist ein künstlerisches Manifest gegen die Waljagd, weil es sich beim Ambra um eine natürliche Ausscheidung der Pottwale handelt.
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Relicario II

In der Sinnbildkunst des 16. und 17. Jhs säuft sich der Drache am Blut eines Krokodils zu Tode. Es ist ein Bild für das sorglose, ein jedes Maß überschreitende Begehren und deshalb ein gutes Sinnbild für die Ausbeutung des Planeten.

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Objektensemble Selbstbildnis als Neun

Für ein spezielles Projekt der Sammlung Westermann entstand 1996 die Arbeit Selbstbildnis als Neun. Dabei handelt es sich um neun, von mir in Leder eingenähte Boxen mit Dingen aus meinem Leben, welche mich definieren und eine ganz spezielle Bedeutung haben.
Bei diesem Objekt handelt es sich um einen Akt des Vorzeigens, der dennoch verhüllt und meine Person nicht preisgibt.
Neun Teile die zusammen ein Ganzes ergeben.

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Neun ist die Zahl der Initiation, der Einführung in etwas Neues.
In diese Arbeit sind vergangene wie künftige Begebenheiten eingeschlossen, deshalb zeigt sie mich ganz in allen Aspekten von Zeit und Raum.
Blattschuss
Eine Schwierigkeit mit denen Ideen - vor allem freiheitliche- zu kämpfen haben, ist die weitverbreitete aber nichtsdestotrotz schwachsinnige Auffassung, sie ließen sich aus der Welt schaffen, indem man ihre exponierten Vertreter beseitigt. Die einfachste Methode ist die Anwendung von Gewalt.

Zum Beispiel 1848 die Erschießung des Abgeordneten Robert Blum in Wien. Diese Methode wird auch heute noch gerne angewandt.

Daß diese Handlungsweise sinnlos ist, kann man wortreich erklären, löst aber beim Zuschauer nie den Impakt aus wie die Präsentation eines bildlichen Symbols. Kunst schafft mächtige Präsentationen, die durch ihr Betrachten auf den Intellekt und stärker noch auf das Unterbewußtsein wirken.

Deshalb war es mein wichtigstes Anliegen, ein schlagendes versinnbildlichtes Argument zu schaffen, das sofort instinktiv durch den Betrachter zu erfassen ist.

Ein Buch zu erschießen ist absurd. Genauso, wie es danach als Leiche zu präsentieren. Trotzdem läßt das Ergebnis den Betrachter zurückscheuen. Damit habe ich, was ich wollte: die instinktive Ablehnung von Gewalt und die Konfrontation der Ignoranten mit den Folgen ihrer zu Ende gedachten Fantasien.
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Afrika bei Nacht


Du schwarz?

Ich weiss!
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Performance

ist eine Verdeutlichung, dass Künstler und Werk nicht trennbar sind. Meist zeitlich begrenzt, handlungsbetont an meine Person unaustauschbar gebunden, in der Regel nicht wiederholbar.